Dienstag, 14. April 2026

Danke, Klärchen, für viele Jahre Freude

 Hallo Leute,

heute oute ich mal Frauchen: sie war Klärchens Tipperin. Wer Klärchen ist? Laut Frauchen der freundlichste, neugierigste, tapferste kleine Hund der Welt. Bürohund, Agenturhund, Familienmitglied, Freudebringer, Cleanup Dog. Ich hatte die Ehre, sie vor ein paar Jahren mal interviewen zu dürfen. Nun musste sie leider und sehr überraschend über die Regenbogenbrücke gehen.

Frauchen kannte Klärchen schon seit ihrer Welpenzeit. Denn schon damals kam sie mit ins Büro oder zu Terminen. Klärchen war auch oft tageweise bei uns, bei Frauchen dann im Home Office (aka "Zweitbüro" für Klärchen) oder mal am Wochenende, wenn sie nicht alleine zuhause bleiben konnte. Ihr Bluesky-Account quillt nun über vor Trauerbekundungen - das hat sie auch verdient. Denn sie brachte Freude und Spaß, wo immer sie war. Hier ein paar Episoden, ich übergebe mal an Frauchen.

Das hier schreibe (tippe) ich unter Tränen. Als ich das erste Mal hörte, dass der Chef unserer Marketingagentur und seine Frau sich einen Hund zulegen wollten, war ich als Hundefreund begeistert. Ich bin schon mit vielen Hunden Gassi gegangen, ein eigener Hund war aus verschiedensten Gründen nie möglich. Aber eine französische Bulldogge? Ein "Sofakissen" mit Fell? Mann, da hatte ich mich aber gewaltig getäuscht!

Denn da kam ein quirliger Welpe an. Der sich mit dem ganzen Körper freute (was sie übrigens bis zuletzt immer wieder zeigte, egal ob Freunden, Postboten, Handwerkern, Agenturkunden ... das ganze Klärchen wedelte, wackelte, quirlte sozusagen). 

Wir hatten eine Besprechung mit einem externen Berater. Der äußerst unsymphatisch war, und dessen Vorschläge uns Eingeladenen extrem missfielen. Bis auf den Entscheider, der war begeistert. Wir anderen alle wollten das Projekt kippen. Klärchen tat ihr Bestes: sie saß in ihrem Körbchen an einer Wand im Besprechungszimmer, welpensüß, alle waren abgelenkt und schauten zum Ingrimm des Externen eher auf sie als auf seine Präsentation. Und dann legte sie richtig los: ein Quietsche-Spielzeug wurde malträtiert. "Quiek Quiek Quiiiiiiek" ging es die ganze Zeit. Wir freuten uns, denn der Berater kam immer mehr aus dem Konzept, schoss irritierte Blicke, verhaspelte sich, und irgendwann sagte dann der Entscheider: nein, so hat das keinen Sinn. Machen wir nicht. Yes, Danke, Klärchen!

Das mit dem besonders enervierenden Quieki machte sie übrigens sehr gern bei ihr unsymphatischen Menschen, so hat sie einmal einen Kollegen, der Hunde nicht mochte, im Büro ausdauernd damit malträtiert. Als ob sie es gezielt gemacht hätte ...


 Ein paar Monate später war sie mit auf einem Außentermin. Grundstücksbesichtigung für ein größeres Bauprojekt. Verwildertes Grundstück. Klärchen ohne Leine zog ihre Kreise. Kam irgendwann "wohlduftend" zurück – sie hatte anscheinend ein verrottendes Tier gefunden und sich darin gewälzt. Die Heimfahrt im Auto mit dem einparfümierten Klärchen ("Eau de Würg") zog sich. Nasenklammern wären sehr willkommen gewesen.

Als ich in der Agentur anfing, war sie gut 1,5 Jahre alt. Ich bin jeden Mittag mit ihr raus, das bekam ihr und mir gut. Nur manchmal wurde es peinlich: ich hatte den neugierigsten Hund der Welt an der Leine, gleichzeitig einen vollkommen hemmungslosen. Offene Gartentür? Nichts wie rein. Offene Haustür am Trottoir - gucken wir doch mal, was hinter der Tür ist. Offener Kofferraum? Stellen wir uns doch mal penetrant dahinter und starren, was dort drin liegt ... 

Klärchen hatte ja die Welpenschule besucht. Und war auf Sichtkommandos trainiert. Das hieß: Vor einer Straßenüberquerung am Bordsteinrand sitzen. Warten, bis der Fingerzeig zur Straßenüberquerung kommt. Dann erst los. Ihr Herrchen meinte, sie kriegt Leckerli nach Sitz als Belohnung. Fand ich unlogisch. Sie sollte ja das Sitz mit dem Überqueren verbinden. Also gab ich Klärchen danach ihr Leckerli. Resultat: Rüffel für mich, weil Klärchen ihr Herrchen nach dem Sitz und kein Auto gesehen mit Kängurusprüngen über die Straße zerrte, als er gerade nach dem Leckerli kramte!  

Apropos Leckerli. Einmal, als Klärchen wieder den ganzen Tag bei uns war, konnte ich nicht zur gewünschten Zeit Gassi gehen. Also meinen Mann mit Klärchen rausgeschickt und instruiert, dass sie immer bei Straßenüberquerungen Sitz machen soll und dafür ein Leckerli kriegt. Ich vergaß den Zusatz "nicht immer". Als beide zurückkamen, sah Klärchen sehr mit sich zufrieden aus. Mein Mann wollte von mir wissen, ob der Hund immer so kreuz und quer über die Straße rennen wolle? Und der Leckerli-Beutel war leer. Klärchen hatte schnell spitzgekriegt, dass er ihr immer ein Leckerli gab - und zog ihn dementsprechend alle 10 Meter auf die andere Straßenseite ...

Auch die Kunden der Agentur liebten Klärchen (jedenfalls die meisten). Einmal war ihre Anwesenheit explizit bei einem Geschäftstermin in Frankfurt gewünscht. Als wir ankamen, war die Begeisterung groß. Und Klärchen sehr aufgeregt, begrüßte alle voll Begeisterung, erntete ganz viel Entzückungslaute. Und stürzte sich gleich auf die ihr entgegen gehaltenen Leckerli. Bevor wir reagieren konnten ... denn sie sollte sich lieber erstmal beruhigen nach Autofahrt und Begrüßung. Es kam, wie es kommen musste: Klärchen kotzte gleich mal auf den Teppichboden im edlen Büro. Was ihr glücklicherweise keiner übel nahm. 

Im Winter vor 2 Jahren fing es mit ihren Augen an. Ein Gendefekt, kein Ergebnis dieser Bully-/Mops-Qualzuchten. Wobei Klärchen explizit nicht aus einer solchen Zucht kam, sie hatte eine etwas längere Schnauze und einen kleinen Schwanz. Jedenfalls, der Augendruck war so erhöht, dass sie erst auf dem einen Auge blind wurde und es wohl ziemliche Kopfschmerzen verursachte. Also das Auge entfernen lassen - das andere sollte nicht betroffen sein. Für Hunde ist Einäugigkeit kein Problem. Nur dass das andere Auge dann auch betroffen war. Seit 2 Jahren hatte Klärchen also keine Augen mehr. Und kam tapfer damit zurecht. Statt Sicht- gab es nun Akustik-Signale. Sie verstand sehr schnell "Stopp", "Achtung" und ich hatte sie sogar auf "links" und "rechts" geeicht. Manche Sachen gingen nicht mehr: so wollte sie z.B. nicht mehr auf meinem Schoß während der Bürozeit liegen und schlafen, das hatte sie früher gern gemacht. Wahrscheinlich war ihr das zu schaukelnd. Aber beim Sessel war sie sofort da! So haben wir viele Stunden, ich lesend oder TV guckend, sie schlafend, verbracht. 

Draußen beim Spazierengehen war sie nun vorsichtiger, aber wenn sie Spaß hatte, ging es flott dahin. In der Wohnung navigierte sie sicher durch die Flure, um das Sofa herum, in die Küche usw. Ein tapferer kleiner Bully. Allein bleiben konnte sie seit dem Verlust ihrer Augen nicht mehr, daher war sie dann noch öfter als früher bei uns. 

Für Ende Mai war eine ganz Woche bei uns eingeplant. Dazu kam es nun nicht mehr. Sie wird nicht nur mir und ihren Menschen sehr fehlen. Sondern auch ihren Followern erst auf Twitter, dann auf Bluesky. Die Reaktionen zeigen, wie sehr Klärchen allen ans Herz gewachsen ist, wie viel Freude sie ins Leben gebracht hat. Ich hoffe, Klärchen kann sich jetzt unbeschwert auf der grünen Wiese im Hundehimmel wälzen.

So, Frauchen, das reicht jetzt. Hör bitte auf zu weinen, sondern freue Dich lieber über die vielen Jahren, die Du Spaß und Freude an Klärchen hattest. Auch als ihre Tipperin, sich jede Woche ein Rätsel ausdenken, sich in einen Hund bzw. einen Bürohund hineindenken ... nun kannst Du Dich voll und ganz auf meinen Bluesky-Account konzentrieren. 

Und ich mich darauf, Frauchen wieder fit für die Trails zu kriegen! Erste kurze Läufe gehen schon wieder.

Bis bald Euer Iwan
 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Mittwoch, 25. März 2026

Tegernsee - ohne Laufschuhe

Hallo Leute,

Frauchen ist einfach nur peinlich! Und als ich ihr das an den Kopf warf, hat sie sich doch glatt geweigert, für mich zeitnah meinen Bericht vom Wochenendtrip an den Tegernsee zu schreiben ... ohne Worte.

Ihr wisst ja: sie hat Knie. Genauer gesagt, hat ihr linkes Knie einen Meniskus. Und der hat Einrisse. Also die ganze Zeit kein Laufen, sondern viele Kräftigungsübungen, Beweglichkeitsübungen und halt eben das erste Mal seit über 20 Jahren ohne Laufsachen in die Berge gefahren.

Freitags war das Wetter noch toll:

 




Das nutzen natürlich auch viele Läufer, die in kurz / kurz unterwegs waren, Mitte März. Und dann wurde es sooooo peinlich. Frauchen seufzte eigentlich jedem Läufer, jeder Läuferin hinterher. Guckte neidisch. Und das so "un"auffällig, dass einige doch sehr verwundert auf Frauchen guckten. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken! Es gibt doch echt Schlimmeres auf der Welt.

Außerdem habe ich Frauchen erst einen Vortrag gehalten, dass sie ja mit über 20 Jahren Laufen ohne ernsthafte Verletzung sehr gut weggekommen ist. Danach habe ich sie ein ziemlich großes Brezn-Schnitzel verspeisen lassen, das hob die Laune doch etwas:

 

Samstag schlug das Wetter dann um, Sonntag früh lag eine dünne Schneeschicht. Da fiel es uns nicht so schwer, die Berge wieder zu verlassen. Aber wir kommen wieder – und dann hoffentlich auch wieder mit den Laufsachen!

P.S. Erwähnte ich übrigens, dass wir auf dem Wochenmarkt von Gmund einen Stand aufgetan haben, der sagenhaft selbst zubereitete Spinatknödel für daheim anbietet? Jetzt fahren immer ein paar Packungen mit nach Hause ....

Bis bald Euer Iwan 

 

  

Montag, 9. März 2026

Guter Service, schlechter Service

 Hallo Leute,

meine Menschen hatten am Wochenende zwei sehr gegensätzliche Erlebnisse in der Gastronomie. 

1. Abendessen in gehobenem Steakhaus

Als nachgeholtes Valentinstags-Dinner lud Herrchen Frauchen ein. Und da sie mal wieder ein richtig gutes Steak essen wollte, ging es ins Steakhaus Sanders (keine Kette, inhabergeführt) hier in Nürnbergs Norden.

  • erster Versuch einer Tischreservierung zwei Tage vor dem Wunschtermin brachte schallendes Gelächter (gefühlt)
  • für eine Woche später sei Freitag was frei, entweder "Schicht 17:30 Uhr bis 19 Uhr" oder "Schicht 19:30 Uhr bis 21 Uhr". Um 18 Uhr kommen - schallendes Gelächter (gefühlt)
  • um 17:30 Uhr dagewesen, ganz netter Tisch
  • Kellner kam, um Bestellung aufzunehmen. Guckte nach Frage "Was möchten Sie?" dann angestrengt hinter sich. Drehte sich wieder zu Frauchen, fragte "Was war das?" - das gleiche Spiel wiederholte sich bei Herrchen. 
  • Kellner brachte die Getränke - öffnete Wasserflasche für Frauchen, goß ein, stellte Herrchen sein Bier hin, räumte im Umdrehen Frauchens Wasserflasche ab.
  • Frauchen nass, Stuhl nass, Boden nass. Ca. 1/3 der Wasserflasche leer (und Frauchen hatte bei diesen gesalzenen Preisen schon eine kleinere Flasche als sie normal trinkt genommen).
  • Kommentar des Kellners: "Entschuldigung. Gut, dass es kein Rotwein war. Denn der gäbe Flecken." Drückte Frauchen eine Serviette zum sich Trocknen in die Hand, und wischte Boden auf. Und erzählte dabei von einem anderen Kunden, der schuld war, dass der Kellner ein anderes Mal Getränke verschüttet hatte. 
    Das war es dann. Kein neues Wasser. Keine weitere Entschuldigung - Frauchen saß ja immerhin mit nassem Hosenbein da. Kein "darf ich Ihnen für die Unannehmlichkeiten ein xyz anbieten?"
  • Das Essen kam zügig, war geschmacklich und von der Zubereitung bei Frauchen einwandfrei. Herrn hatte sein Steak "medium well" bestellt, es war innen noch teils roh. Das teilte er dem Kellner mit, als dieser fragte "Alles in Ordnung?" Besser gesagt, wollte er es mitteilen, der Kellner drehte sich aber noch während der Frage bereits ab. Herrchen rief es also hinterher. Kellner kam dann nochmal, meinte als erste Reaktion "das haben Sie so bestellt!". Nein, habe er nicht. Kellner guckte nach. Stellte fest, dass er es falsch aufgeschrieben hatte. Knäulte ein "Sorry" heraus. Dabei blieb es.
  • Fazit: für die gehobenen, um nicht zu sagen gesalzenen Preise erwartet man einen anderen Service!

 2. Mittagessen bei McDonalds

Am Sonntag trabten meine Menschen dann nach dem Wahlgang bei McDonalds vorbei. Bestellung am Terminal, mit Bringen an den Tisch.

  • Auf jedem Tisch in dem wie üblich eingerichteten "Restaurant" stand eine Vase mit zwei Tulpen.
  • Das Tablett mit Burgern usw kam, wurde hingestellt.
  • Kurze Zeit später kam die Bedienung und fragte "alles o.k."?
  • Nochmal 1 min später kam er wieder, und überreichte "eine Tulpe für die Dame, weil heute Frauentag ist" und ein geschenktes Sondereditions-Trinkglas.
  • Fazit: auch ein Schnellrestaurant kann positiv überraschen! 

Dreimal könnt Ihr raten, welches Steakhaus in Zukunft meine Menschen und vor allem deren Geld nicht mehr sieht! 

Die eigentlich Unverschämtheit ist ja, dass die Menschen mich zu beiden Mahlzeiten nicht mitgenommen haben, finde ich. Wobei, wenn der Kellner mir das Wasser drübergeschüttet hätte, hätte das böse für mich ausgehen können ....

Bis bald, Euer Iwan 

Freitag, 20. Februar 2026

Das Knie machte einen Strich durch die Mallorca-Rechnung

 Hallo Leute,

eigentlich sollten wir heute in zwei Tagen schon auf meiner Lieblingsinsel gelandet und mit dem Mietwagen kurz vor Port d´Alcudia sein. Der jährliche Frühlings-Lauf-und-Wander-Auftakt für Frauchen war schon lange gebucht, ich wäre dieses Jahr wieder mitgeflogen. Die letzten zwei Jahre hatte ich ja meinem Assistenz Coach 2. Klasse, Fozzie, den Vortritt  gelassen.

Frauchen sagt immer, das sei der erholsamste Urlaub des Jahres. Nur wandern, laufen, lesen, essen, schlafen. Allein, ohne Begleitung, also auch keine Gespräche während der Wanderungen, sie kann die Gedanken schweifen lassen, machen, was sie will, wann sie will ... o.k. es sei denn, mein bäriger Trainingsplan sieht was anderes vor.

Lange Vorrede, kurzer Sinn: nix Mallorca. Nix im Flieger sitzen. Frauchen hat Meniskus. 

Irgendjemand sagte mal, ein ehemaliger Brustschwimmer (Leistung, nicht paddeln ...) ohne angeschlagene Menisken sei so selten wie ein Einhorn. Tja, Frauchen hatte Brust als Hauptlage. Also schon seit über drei Jahrzehnten gezieltes Knie- und Oberschenkelmuskeltraining, um die Menisken zu entlasten. Vor allem beim Bergabwandern oder -laufen merkt sie sie dann doch ab und zu mal. Bis direkt nach dem Parkrun das linke Knie sehr stach. Sie dachte "ach das Übliche, gibt sich wieder". 

Nein, gab sich nicht. Wurde im Lauf der Woche schlimmer. Bis sie letztes Wochenende das Gefühl hatte, ihr sticht jemand mit dem Messer ins Knie beim Gehen. Wunderheilung innerhalb einer Woche realistisch gesehen ausgeschlossen. Wenn schon kein gehen, in die Knie gehen oder Treppen steigen möglich war, wie sollte dann bitte schön Wandern oder Laufen gehen. Also Mallorca storniert. Ich  hatte ja erst noch den Vorschlag, ich könnte allein hinfliegen, aber mein Pflichtgefühl siegte, hüstel.

Frauchen hat dann diese Woche statt Fastnacht zu feiern das volle Programm mit Röntgen, Ultraschall, MRT absolviert. Und dabei das Kunststück fertiggebracht, im MRT einzuschlafen!

Der Orthopäde meinte als erstes "Arthrose. In dem Alter öfter." und kapierte erst nach ziemlichem Beharren, dass es eher was mit dem Meniskus sein könnte. Nach dem MRT war er dann aber schon aufgeschlossener für Läufersorgen. Also: leichte Einrisse. Erstmal schonen, bis der Schmerz komplett weg ist und wieder alle Bewegungen möglich. Physio/Krankengymnastik und wieder anfangen mit Lauftraining. Woher dieser plötzliche stechende Schmerz kam, dafür hatte er auch keine Erklärung. Außer eventuell Überreizung.

Na toll. Also nix Mallorca. Eventuell dann die Kurzstrecke beim Innsbruck Alpine, Hinfahren müssen wir auf jeden Fall, dieses Jahr gibt es ein Bärenmotiv in der tollen Wildlife-Laufshirt-Reihe!

Danke auch an die Bluesky-Läuferbubble - dadurch haben wir erfahren, wie viele schon Probleme mit dem Knie, mit Meniskus usw. hatten, welche Therapie wann half, wann OP nötig war und wie lange es danach dauerte bei trainierten Sportlern ... das alles hat Frauchen und mir sehr geholfen.  

Ich lasse Frauchen, so wie auch die ganze Zeit jetzt schon, weiter ihre Stabi- und Beweglichkeitsübungen machen, und sukzessive gehen wir dann wieder das Thema Beinmuskeltraining an. 

Und bevor ich hier zu wehleidig klinge (heul, schluchz!) - wer weiß, wofür es gut ist. Vielleicht stürzt das Flugzeug ab. Oder wir hätten mit dem Mietwagen einen Unfall. Oder oder ... Frauchens Oma sagte immer, alles hat seinen Sinn.

 Bis dahin, Euer Iwan 

 

Sonntag, 8. Februar 2026

Das zweite Mal

 Hallo Leute,

2019 ist Frauchen das erste Mal bei einem Parkrun gestartet. Und fand das Konzept eigentlich sehr gut; ich wollte sie das also öfter machen lassen. Tadaahh,und nun war es soweit: tatsächlich schon der 2. Parkrun. Nach kaum 7 Jahren ... Unfassbar, wie die Zeit vergeht. 

Samstag Morgen ist halt immer Einkaufszeit. Aber nun hatte sich bärenstarker Besuch aus Bärlin, Entschuldigung, Berlin, angesagt: Manu aka Laufwelt kam mit meiner Freundin Pauline für ein Wochenende. Zum Entsetzen meines fränkischen Herrchens hat sie sich in Fürth ein Hotel gesucht. Zum Verständnis: Nürnberg und Fürth - das ist eine starke Rivalität und Frotzelei, als Nürnberger geht man nicht gern nach Fürth. ein Spruch ist: das Beste an Fürth sei die U-Bahn nach Nürnberg usw.

Egal, Samstag früh startete Frauchen mit besagter U-Bahn nach Fürth und holte Manu im Hotel ab. Dann ging es 10 min zu Fuß herunter in den Pegnitzgrund. Dort findet der Stadtpark Parkrun statt - zwei Runden in sehr schöner Natur. Das dachten sich auch die mehreren Dutzend Graugänse, die sich sehr lautstark auf dem Wiesengrund tummelten. Zuerst dachten die Damen ja, dass sie falsch seien - es war kaum ein Läufer zu sehen. Aber bis zum Start um 9 Uhr trudelten dann doch insgesamt 34 Starter ein. Und wie schon 2019 - ein Hund samt seinem Frauchen lief auch mit, 4,8 km immer mit Abstand hinter Frauchen, um dann doch auf den letzten Metern noch zu überholen. 


Wetter: um die 3 Grad, grau, zu Beginn leichter Niesel. Aber daran lag es nicht, dass ich als Coach nicht sonderlich zufrieden bin. Die Zeit! Die Zeit lässt mir die Haare zu Berge stehen: 35:20 min für 5 km. O.k. Frauchen hatte leider nochmal über 4 Wochen aussetzen müssen, hat gerade wieder 1,5 Wochen Training hinter sich - aber trotzdem! Und sie meinte, es wäre ziemlich anstrengend gewesen ... Immerhin nicht Letzte. 28. von den 34 Startern. 

Dann ging es mit Manu ins Hotel, sie holte dort meine Freundin Pauline Läufbär ab und wir beide verbrachten einen netten Nachmittag zuhause. Die Damen machten währenddessen Nürnberg unsicher - nicht die Läden, sondern viele Schritte durch die Altstadt, zur Burg und durch die Fußgängerzonen. Abends trafen wir alle uns dann noch zum Tapas Essen in Fürth (erwähnte ich schon einmal, dass ich Albondigas liebe?) und dann kam schon wieder die Zeit, Abschied zu nehmen.



 

Mal sehen, ob es wieder 7 Jahre dauert, bis Frauchen ihren dritten Parkrun absolviert? 

Bis bald, Euer Iwan 

 

Montag, 29. Dezember 2025

Rückblick auf das Jahr 2025

Hallo Leute,

dieses Jahr gab es viel Licht und viel Schatten. Mit Letzerem meine ich noch  nicht mal die Weltpolitik, da wäre wohl statt "Schatten" "Finsternis" die richtige Bezeichnung. Sondern auch privat.

Lauftechnisch haben wir ein Annus horribilis hinter uns. Zu Jahresbeginn nach 2 Monaten Laufpause ganz ordentlich wieder reingekommen. Dann wohl beim Februaraufenthalt auf Mallorca übertrieben, das Knie überstrapaziert und dann noch ein paar Wochen den Schmerz ignoriert. Also Frauchen kann jetzt bestätigen "Schmerz weglaufen ist nicht!". Laufpause. Im Frühsommer langsam wieder in Form gekommen. Die geplanten längeren Kanten (IATF und Madrisa Trail) fanden leider ohne uns statt. Dafür waren wir in Berlin, City Night, 5 sehr schnelle Kilometer für Frauchen. 

So langsam kam auch die Kondition und die Trailform wieder. Bis zum nächsten Rückschlag: beim Achenseelauf, der unser letzter sein sollte, auf einmal ein sehr enger Cut off. Also statt 23,2 km um den See lieber dieselbe Zeit für einen langen Lauf hinter ins Gramaital aufgewendet.

Dann lief das Training gut, schöne Läufe auf Mallorca, gutes Gefühl beim Altmühltrail. Um dann für uns beide unverständlich etwas langsamer zu sein als im Vorjahr. Ich erkläre es mir damit, dass in der Woche danach bei Frauchen eine fette Infektion zuschlug. Vielleicht steckte die schon in den Knochen. Jedenfalls verhinderte diese Infektion auch den Start beim Salzburg Trailrunning Festival. (Spoiler: ich habe Frauchen schon für 2026 angemeldet!).

Tja, und nachdem der Inekt ausgeheilt war, sie langsam wieder "warmgelaufen" war - da kam der nächste Infekt. Nicht lustig. So klingt das Jahr mit uns mit der zweitwenigsten Laufleistung seit Aufzeichnungsbeginn aus. Knapp 1.350 km. Ich hoffe sehr, dass es 2026 wieder besser wird.

Das einzige, was mich etwas trötstete: mein Adventskalenderinhalt. O.k., stimmt schon, eigentlich war es Frauchens, aber ich habe sie konfisziert. eine ganze Sachertorte! 


Herrchen macht sich über mich lustig und meint, ich würde mich wie Gollum aus "Herr der Ringe aufführen". Nur weil ich mal "mein Schatz" gesagt habe ..

Also, ich widme mich wieder meiner Torte, wir lesen uns im neuen Jahr wieder. Ich wünsche allen einen guten Rutsch!

Euer Iwan 

 

Mittwoch, 19. November 2025

Für einen Winterlauf anziehen ist schon selbst ein Workout

 Hallo Leute,

letzte Woche konnte Frauchen noch in kurz laufen gehen, gestern war es mollige 1 Grad. Und somit gestaltete sich das Anziehen fürs Laufen allein schon zu einem Mini-Workout: Sachen zusammensuchen, die im Sommer in den Untiefen des Schranks verschwunden waren. Und dann alles anziehen. Ich vergleiche mal:

Sommer = 5 Kleidungsteile:

  1. Kurze Hose
  2. Socken (kurz)
  3. Unterhose
  4. Sport-BH
  5. Shirt / Singlet

Winter = 10 Kleidungsteile: 

  1. Lange Hose
  2. Socken (lang)
  3. Unterhose
  4. Sport-BH
  5. Shirt 
  6. Longsleeve
  7. Jacke
  8. Handschuhe
  9. Buff für den Hals
  10. Stirnband / Buff als Ohrenschutz

Ganz ehrlich, ein weiterer Grund, den Winter nicht zu mögen! Geht Euch das auch so? 

Bis bald, Euer Iwan

P.S. Ich habe die Teile einfach aufgezählt. Frauchen zieht sie schon in der richtigen Reihenfolge an!